Kanupolo

Kanupolo ist DIE Ballsportart der Kanuten. Gespielt wird 5 gegen 5 auf Tore, die 2m über dem Wasserspiegel sind. Die Poloabteilung gibt es seit 2002 und hat 2 komplette Einheiten für den Trainings- und Spielbetrieb. Trainiert wird auf dem eigenen Spielfeld auf der Ems. In der letzten Zeit konnte die Abteilung durch gute Trainingsleistungen 2 Sportler für die NRW-Auswahl in der Jugendklasse stellen, die im Ländervergleichskampf den ersten Platz belegte.

 

Was ist KANUPOLO?

Nein, es werden keine Pferde durch’s Wasser gejagt und man versucht die armen Tiere auch nicht in ein Kanu zu quetschen.

Wie dann?

Manche Leute sagen, es sei eine Mischung aus Handball und Basketball im Kajak, andere tun es als eine andere Form der Klopperei - eine Art Rugby ab. Aber das taugt als Erklärung nur wenn die Zeit sehr begrenzt ist.

Fangen wir also ganz von vorne an!

Man braucht ein Spielfeld (23m x 35m) mit zwei Toren (Kasten von 1m x 1,5m mit Netz) an den kurzen Seiten, die zwei Meter über dem Wasserspiegel angebracht sind.

Dazu nehme man fünf Spielerinnen oder Spieler pro Team und einen Wasserball. Zur Ausrüstung gehört selbstverständlich ein Kajak und ein Paddel. Die Sicherheitsausrüstung besteht aus einem Helm mit Gesichtsschutz und einer Schwimmweste. Die Schwimmweste dient nicht zur Integration von Nicht-Schwimmern, sondern wird zum Schutz des Oberkörpers getragen.

Ziel dieses Projektes ist es, mehr Tore als das andere Team zu erzielen.

 

Spielregeln

Um zu verhindern, daß die Gegner den Ball ungehindert in das Tor werfen, gibt es einen ‘fliegenden’ Torwart, der mit seinem aufgestellten Paddel versucht, das Tor zu schützen und von den Gegnern nicht weggeschoben werden darf.

Spieler, die in Ballbesitz sind (d.h. der Ball ist in der Hand oder in Reichweite), darf man allerdings schieben und ‘schicken’ und zwar in’s Wasser.
Jegliche Form der Behinderung (Festhalten des Boots, mit dem Paddel vom Boot des Gegners abstoßen,die Spritzdecke aufziehen, mit zwei Händen schubsen oder schubsen, wenn der Gegner nicht in Ballbesitz ist und andere kleine Gemeinheiten) oder Gefährdung des Gegners durch Schlagen des Paddels oder gegen den Beckenrand Schubsen sind verboten und werden mit Spielstrafen geahndet.

Spielstrafen fallen je nach Härte des Fouls unterschiedlich schwer aus: Eine rote Karte bedeutet, der Spieler soll sofort unter die warme Dusche, bei einer gelben Karte darf er erstmal nur zwei Minuten verschnaufen.

Als Ankündigung für diese beiden Varianten gibt es die Verwarnung in Form der grünen Karte. Bei all diesen Bestrafungen kriegt das andere Team den Ball entweder als direkten oder indirekten Freistoß, die man als leichtere Strafe auch ohne Karte geben kann.
Spielstrafen setzen voraus, daß es einen Schiedsrichter gibt...Zwei Stück um genau zu sein. Sie laufen an den langen Seiten des Spielfelds mit und müssen jeden Pfiff mit einem Handzeichen erklären. Nachdem man also ein Foul gesehen und gepfiffen hat, muß man zu der Richtung auch noch anzeigen, was für eine Art von Foul man meint gesehen zu haben. Meist pfeifen Aktive aus anderen Vereinen.
Wenn alles bereit ist stellen sich beide Teams an der Tor-Aus-Linie auf. Der Schiedsrichter schmeißt den Ball in die Mitte des Felds und auf den Pfiff sprinten zwei los, um ihn zu ergattern. Ja und dann geht’s los...

Quelle: www.kanupolo.de

 

Spielfeld

(nach Wettkampfbestimmungen)

Das Spielfeld ist rechteckig, hat eine Länge von 35 Metern und eine Breite von 23 Metern. Es darf in Länge und Breite um einen Meter nach außen oder innen abweichen.
Außerhalb der Spielfeldmarkierung an den kurzen Seiten soll sich eine freie Wasserfläche von mindestens zwei Metern Länge über die gesamte Spielfeldbreite als Auswechselzone befinden.

Über die gesamte Spielfeldlänge muß beidseitig außerhalb des Spielfeldes eine freie Wasserfläche von je einem Meter vorhanden sein. Die Mindestwassertiefe muß 90 cm betragen. Es wird auf stehenden Gewässer gespielt. Die Mindestdeckenhöhe über dem Spielfeld muß fünf Meter betragen, innerhalb von drei Metern über dem Spielfeld dürfen keine Gegenstände den Spielbetrieb behindern.

 
Feld
 

Ausrüstung

Das Boot (Kajak)
Das Poloboot darf zwischen 2 und 3 Metern lang und zwischen 0,5 bis 0,6 Metern breit sein.
An der Bootsspitze und am Heck sind weiche Gummipuffer angebracht um Beschädigungen an den gegnerischen Booten und Verletzungen der Gegner zu vermeiden.


Warum es nun Kanu- und nicht Kayakpolo heißt?
In vielen Ländern heißt es tatsächlich Kayakpolo.
Kanu ist die zusammenfassende Bezeichnung für Kayak und Kanu. Ursprünglich war das Kanu ein leichtes Boot der Indianer.


Kajak


 

Schiedsrichter

Das Spielgeschehen wird von zwei Schiedsrichtern beobachtet, die an den Seitenlinien des Spielfeldes agieren. Sie ahnden Spielverstöße mit einem Pfiff und zeigen die Spielrichtung sowie die Art des Verstoßes mit speziellen Handzeichen an. Zusätzlich werden für die Spielleitung noch 2 Torlinienrichter, positioniert an den Tor-Aus-Linien, benötigt. Sie zeigen beispielsweise an, wenn der Ball ins Aus fliegt. Vervollständigt wird die Spielleitung durch einen Protokollführer und durch Zeitnehmer.

Die Schiedsrichter können entsprechend der Härte bzw. der Häufigkeit der Vergehen Strafen oder Kombinationen von Strafen für unerlaubtes Spiel verhängen.
Mögliche Strafen sind:

  • Freischuss (direkter Wurf, d.h. es kann sofort auf das Tor geworfen werden)
  • Penalty (Strafwurf aus 6 m auf das unverteidigte Tor)
  • Grüne Karte (Verwarnung)
  • Gelbe Karte (Zeitstrafe, für 2 Minuten muss in Unterzahl gespielt werden)
  • Rote Karte (Spielausschluss)
 
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